Und bei uns?
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Warum
können nicht in Deutschland in solchem Sinne Zusammenkünfte
stattfinden? Warum müssen sich die Handvoll Menschen, die sich
Buddhisten nennen, doch eigentlich bar jeglichen buddhistischen Geistes,
ihr bisschen Lebenskraft in weltlich all zu weltlichen Dingen und Fragen
oder in rechthaberischen Streitereien und klagenden und anklagenden
Bekenntnissen und Selbstbekenntnissen, die doch nichts weiter sind,
als der Beweis, dass die Hemmungen und Fesselungen des Geistes nicht
erkannt und darum nicht beseitigt sind, verzehren? Aufhebung des Leidens
ist der Wesenskern des Dhamma. Hilft das Sichklammern an so vergängliches
und nichtiges, so unwürdiges und entwürdigendes menschliches
Tun, Leiden aufheben, lehrt nicht jeden jeder Versuch, auf diese Weise
das Ziel zu erreichen, das Gegenteil? Man braucht doch gern das Wort:
Deutsch sein, heißt frei sein. Warum lernt man nicht die wirkliche
Freiheit, die Freiheit von sich selbst erlangen? Frei werden von dem
erniedrigenden und verwirrenden Weltkampf, von dem Tummelplatz irrender
und irregeführter Gefühle und Wallungen? Was nutzt denn alle
Gelehrsamkeit und alles Pochen auf Vermächtnisse und Testamente,
Urkunden und Versprechungen? Zeugnis eines hilflosen, unfreien, selbstgebundenen,
ängstlichen, von "Tanha" und "Mara" umschmeichelten
Geistes sind sie. Warum das neidvolle und neidische sich in den Weg
stellen? Das Rad der Lehre ist in Uruvela in Bewegung gesetzt. Wer den
Blick dahin richtet, kann nicht fehl gehen. Nicht darauf kommt es an,
dass dieser oder jener für sich den Anspruch erhebt, das Rad der
Lehre hier in Bewegung gesetzt zu haben, aber darauf kommt es an, dass
er weiß, dass er für sich das Rad der Lehre in Bewegung gesetzt
hat. Dann rollt es die Bahn der Erkenntnis vom Fassen zum Lassen und
damit zur Aufhebung allen Leidens.
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